SENSOPLAY

SensoPlay

 

Izabela und Silvio Saeger

 

SensoPlay ist ein freies Spiel, wo gleichzeitig mehrere Sinne angeregt werden. Es ist ein Entwicklungsangebot für Kinder von 0 bis 100 Jahren. Unser Ziel ist es, die Entwicklung von sozial-emotionaler Kompetenzen durch die entsprechende Raumvorbereitung und Sinnesmaterial zu unterstützen.

 

Emotionale und soziale Kompetenzen sind eng miteinander verknüpft und beeinflussen die Qualität unserer sozialen Beziehungen. Sie bestimmen, wie gut wir zum Beispiel mit eigenen Emotionen und den Emotionen und Wünschen anderer umgehen und soziale Konflikte bewältigen können. Der Erwerb emotionaler und sozialer Kompetenzen ist eine wichtige Entwicklungsaufgabe der Vorschulzeit und die Basis für psychosoziale Gesundheit.

 

SensoPlay beeinflusst die optimale Entwicklung des gesamten Organismus, indem spielerisch das Zusammenspiel aller vorhandenen sinnlichen Bereiche stimuliert und gefördert wird.

 

SensoPlay stimuliert alle Sinne:

 

  • Sehen - die visuelle Wahrnehmung der Welt über das Auge
  • Hören - mit Hilfe des auditiven Systems ist man "ganz Ohr"
  • Tasten, Fühlen - die Haut bestimmt als größtes Organ den taktilen Sinn
  • Riechen - immer der Nase nach, so funktioniert das olfaktorische System
  • Schmecken - das gustatorische System bringt uns mit der Zunge auf den Geschmack
  • Körperliche Bewegungenwahrnehmen - das kinästhetische System umfasst den Sinn für Raum-, Zeit-, Kraft- und Spannungsverhältnisse der eigenen Bewegung
  • Gleichgewichthalten - dank des vestibulären Systems bleiben wir in der Balance.


Bei SensoPlay handelt es sich nicht um ein ausgefeiltes Trainingsprogramm mit Hochleistungscharakter, sondern um die Wahrnehmung der Umwelt nach neuen Mustern. Und erfolgreich kann diese Sensibilisierung der kindlichen Sinne ohnehin nur sein, wenn der Spaß nicht zu kurz kommt.

 

SensoPlay

Grundregeln

 

  1. Räumlichkeiten:vorbereitete Umgebung ohne Tische und Stühle.
  2. Handlung:freies Spielen ohne Anweisung und Schutzkleidung;  unterstützt wird die Selbstständigkeit, Kreativität und Zusammenarbeit.
  3. Philosophie:fragen statt beraten; Der Weg ist das Ziel.
  4. Sicherheit:Arbeitsmaterial wird nach dem Entwicklungstand des Kindes differenziert.
  5. Differenzierung:Hauptmaterial – Lebensmittel; Zusatzmaterial: kosmetische, chemische Produkte wie Kleber, Spülmittel, Rasierschaum etc.


 

Grundgedanken

 

„Mit Essen spielt man nicht!“

Doch, wir schon!

 

Kinder entdecken ihre Welt mit allen Sinnen. Kinder wollen und müssen BEGREIFEN und ERFASSEN um ihren Lebensumfeld kennen zu lernen. Die Kinder haben Spaß am Entdecken und Experimentieren. Sie begeistern sich für verschiedene Sachen. Wie Produkte schmecken, wie sie riechen und wie sie sich unterschiedlich anfühlen. Lebensmittel bieten eine natürliche Palette voller Strukturen, Muster, Farben, Aromen und Eigenschaften.

 

Wie sind wir auf die Idee gekommen?

 

Die Kinder essen  gerne  (die meisten) und mindestens genauso gerne spielen sie am Tisch mit dem, was dort geboten wird. Uns würde klar, dass sie die Beschaffenheit ihrer Essens sowie die Beschaffenheit ihrer Eltern/ Erzieher/ Betreuungspersonen erforschen wollen. Uns ist aber auch wichtig, dass die Kinder die richtigen Tischmanieren und Essgewohnheiten erlernen. Deshalb suchten wir nach einer Lösung, die alle Aspekte abdecken würden.

Während unserer täglichen Arbeit mit den Kindern, prägen die Pädagogik von Maria Montessori, Emmi Pikler und Jesper Juul unsere pädagogische Grundhaltung. Die Kinder werden in ihrer Individualität gestärkt und in ihrer Selbstständigkeit gefördert. Die bestimmte Aussagen von den drei weltgeschätztenPädagogen sind für uns ein Leitsatz geworden, der das zum Ausdruck bringt was uns wirklich wichtig in der Betreuung mit kleinen Kinder ist:

 

Maria Montessori:"Die Aufgabe der Umgebung ist es nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.", „Er [der Lehrer] muss passiv werden, damit das Kind aktiv werden kann.“, "Hilf mir es selbst zu tun. Zeig mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es alleine tun. Hab Geduld, meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir auch Fehler zu, denn aus ihnen kann ich lernen."


Emmi  Pikler:„Lass mir Zeit und gib mir Raum“.


Jesper Juul:  „Wer lernen soll, die richtigen Entscheidungen treffen, dem müssen die Eltern  auch die Möglichkeit geben, sich falsch zu entscheiden.“,  „Je besser wir unsere Grenzen kennen und je persönlicher  wir sie zum Ausdruck bringen können, desto befriedigender wird unsere Kontakt mit anderen Menschen sein- und umgekehrt.


Nach dem langen überlegen und experimentieren sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass die Aussagen  ideal zu dem SensoPlay Konzept passen.  Das Spielen mit dem Essen, den  chemischen kosmetischen Materialien   wird  überall praktiziert. Was uns aber wichtig ist, dass die beiden Sachen sich nicht gegeneinander ausschließen, sondern differenziert werden und die bestimmten 5 Grundregeln angehalten werden. Nur so kann in unseren Augen, die optimale Unterstützung der sozial- emotionalen Kompetenzen stattfinden.