Angebot

Wir wollen Kinder begleiten, erziehen, bilden und fördern, wobei die Schwerpunkte unverändert in der körperlichen und geistigen Entwicklung, im Sozialverhalten (Solidarität und Gerechtigkeit, Toleranz und Freiheit), im Umweltbewusstsein und im Wissenserwerb liegen.

„Also komm mit mir, wo Träume geboren werden

und die Zeit nie geplant wird.

Man denkt nur an die schöne Dinge und dein Herz

wird  fliegen auf Flügeln für immer im

Nimmer Nimmer Land.“

 

Wir möchten, dass die Kinder Wünsche und Gefühle äußern, Vertrauen fassen und selbständig entscheiden. 
Wir achten auf:

 

  • verschiedene Altersstufen und Entwicklungsphasen,
  • Förderung aller Sinne,
  • freie Angebote,
  • Intimsphäre
  • Körpererfahrungen
  • Identifikation
  • Naturerfahrungen
  • Kreativität.

 

In der Gruppe lernen die Kinder soziale Fähigkeiten. Diese Werte vertreten wir:

 

  • Keine Gewalt
  • Aus der Gruppe wird niemand ausgeschlossen
  • Gemeinsame Stärken fördern
  • Jedes Kind wird Respektiert wie es ist
  • Spaß
  • Freiräume.

 

Wir arbeiten mit verschiedenen pädagogischen Ansätzen, wie:

 

  • Natur Pädagogik
  • Tiergestützte Pädagogik
  • Emmi Pikler Pädagogik
  • Montessori Pädagogik.

 

                    Das Kind ist ein vollwertiger Mensch mit eigene Persönlichkeit. Wir- Erzieher, Eltern, Betreuer sollen ihm seinen Willen entwickeln helfen, indem man ihm Raum für freie Entscheidungen gibt, hilft ihm selbständig zu denken und zu handeln.

 

Maria Montessori sagt, dass das Kind geboren wird mit dem Drang zu lernen und zu wachsen. Sein spontanes Bedürfnis, sich aktiv mit der Umwelt auseinander zu setzen, führt zu Erkenntnisprozessen, die seine Persönlichkeit bilden. Es erlebt sein Wachstum mit großer Freude, sofern es von Einfühlsamen Erwachsenen begleitet wird und in einer anregenden Umwelt lebt.

Die Kinder kann man also vollkomen kreativ und vielseitig fordern, nur wenn man ihnen genung Materialien und Möglichketien bereit zu Verfügung stellt.

 

Emmi Pikler ging davon aus, dass Säuglingspflege bereits Erziehung ist. Den größten Teil seiner sozialen Erfahrungen macht ein kleines Kind, während es gefüttert, gebadet, gewickelt sowie an- und ausgezogen wird.

Deswegen ist der liebe- und respektvolle Umgang mit dem kleinen Kind von größter Wichtigkeit.

 

"Gebt mir Raum und lasst mir Zeit"

Nach der Pikler- Pädagogik sind drei Aspekte wichtig:

  • Pflege, die als behutsame körperliche Versorgung und als Kommunikation mit dem Kind geschieht und immer darauf achtet, dass das Kind nach eigenem Wunsch beteiligt wird,
  • Bewegungsentwicklung, die das Kind aus eigenem Antrieb und nach eigenem Rhythmus macht, ohne die lenkenden und beschleunigenden Eingriffe des Erwachsenen,
  • Spiel, das frei und ungestört in einer geschützten, altersgemäß ausgestatteten Umgebung stattfindet.“ – Dr. med. Andrea Schmelz.

 

                Die Tiergestützte Pädagogik ist ein Prozess, in dem ein Tier positiv in das Leben einer Person einwirkt. Tiere geben direkte Rückmeldung auf das menschliche Verhalten. Sie bewerten nicht. Viele Menschen stoßen in ihrem Leben oft auf Ablehnung, auf Grund ihres Aussehens, eines Sprachfehlers oder sonstiger Auffälligkeiten. Ein Tier akzeptiert einen Menschen so wie er ist. Äußerlichkeiten bedeuten ihm nichts.

Durch den positiven Umgang mit Tieren wird das Selbstbewusstsein gestärkt. Somit bieten sich den Kindern neue Möglichkeiten, mit Hilfe eines Tieres weitere Entwicklungsschritte zu machen, die ohne Mithilfe des Tieres langsamer oder gar nicht möglich gewesen wären. Es gilt dann, diese positiven Erfahrungen, die in der Arbeit mit Tieren gemacht wurden, auf andere Bereiche des Lebens zu übertragen. Weiterhin wird durch das Zusammensein mit Tieren Empathie und Beziehungsfähigkeit eingeübt.(Quelle: Anita und Karl Mayer)

 

 

Unsere Stärken: Natur- und Bewegungspädagogik

 

 

Unsere Einrichtung befindet sich auf dem Dorf, daher liegt uns die Natur Pädagogik

besonders am Herzen.

 

Genauso wie viele Eltern haben wir uns gefragt, wo ist es besser unser Kind groß zu ziehen auf dem Land oder in der Stadt?

Auf diese Frage kann man nicht eindeutig antworten. Alles hat seine Vor-und Nachteile. Stadt: Chaotischer Verkehr, wenig Natur, Ständiger Lärm, schlechte Luft, große Hektik, überall Menschen, wenig Kontakt mit Tieren. Aber natürlich auch die Vorteile: ein florierender Wirtschaftsraum mit interessanten Jobs, eine sehr lebendige Kulturszene und ein großes Konsum- und Gastronomieangebot. Land: könnte man mit einem einzigen Wort beschreiben Rhythmus. Das ist das was jeder Mensch braucht um seine Lebensgleichgewicht zu halten, denn das gibt uns Ruhe und Stabilität. Hier kann man die Jahreszeiten beobachten, mit ihren verschieden farbigen Wolken die über die Koppel heraufziehen, kein Haus versperrt den Blick. Das kann man auch am Essen erkennen, dass es bei uns gibt. Denn alles hat seine Zeit, die Ernte zum Beispiel.

Wir glauben nicht, dass Kinder zwangsläufig glücklichere Erwachse werden, wenn sie Kröten von Fröschen und Tannen von Fichten unterschieden können. Jedoch sind wir froh, wenn die Kinder all die kleinen und großen Unterschiede, die diese Welt so zu bieten hat, kennenlernen dürfen. Sei es bei den Tieren, den Bäumen, Jahreszeitenwechsel oder eben bei den verschiedenen Arten zu leben. Eine Kindheit auf dem Land bringt eine gute Erlebniswelt zutage, die Eltern so unbesorgt in der Stadt keinesfalls bieten können.

 

  • "Kein Spielplatz kommt an den besten Ort der motorischen Förderung heran: den Wald. Der Wald ist kostenlos und vielfältig, deswegen sind wir dort möglichst jeden Tag, egal ob die Sonne scheint oder es regnet. Auf einem Spielplatz gibt es einen Anfang und ein Ende. Der Wald ist dagegen grenzenlos. Kinder können sich dort einen passenden Baum suchen und der unebene Waldboden fordert sie bei jedem Schritt. Mit Kindern in den Wald zu gehen gleich einem Blockbuster: Sie finden Dinge, Tiere, sie sammeln, tasten, rennen, werfen, klettern… Sie erfinden Spiele." (Mehr: http://freie-bewegungsentwicklung.de/ref/6/)

 

  • Dank den täglichen Ausflügen in  den Wald oder an die besondere Orte (Reiterhof, Maisfeld, Strohfeld, Kuh-Wiese, Lerchenwald) kann jedes Kind in eigenem Tempo vielfältige Sinneserfahrungen sammeln.

 

Unsere Umwelt ist heute alles andere als sinnesfreudig, sodass es Kindern immer schwerer fällt, diese ganzheitlich und körpernah zu erleben. Jedoch unsere Sinneswahrnehmungen sind die Grundlage für jegliche Form von Lernen: Sprachentwicklung, Denken, Fühlen, Orientierung in der Welt und naturwissenschaftliches Forschen - nichts geht ohne eine differenzierte Sinneswahrnehmung.

Kleine Kinder riechen, schmecken, tasten, sehen, bewegen sich und hören, um so die Umwelt und sich selbst besser kennenzulernen. Doch es ist ein langwieriger Prozess und verlangt viel Übung.

 

 

Bewegung macht klug! Kinderwelt ist Bewegungswelt smiley

 

 

       Beziehungsorientierte Bewegungspädagogik nach Veronika Sherborne spielt für uns sehr besondere Rolle. Dank dieser Pädagogik und ihren Methoden, kann man den Kindern helfen ihre Körperhaltung, sowie soziale und auch emotionale Kompetenzen zu stärken. Während der Aktivitäten haben die Kinder viel Spaß.

 

Beziehungsorientierte Bewegungspädagogik nach Veronica Sherborne „lebt vom materialfreien Spiel mit dem eigenen Körper und dem Spiel mit Partnern sowie mit Klein- und Großgruppen. Spezielle Bedeutung hat dabei die gleichzeitige Entwicklung der eigenen physischen Möglichkeiten und der Beziehung zu den anderen durch gemeinsames Erleben."

 

Wichtig für eine positive Entwicklung sind nicht nur strukturierte Lernprozesse, sondern auch das unbeschwerte, freie Spielen. Wir sorgen dafür, dass die Kinder jeden Tag neben den Angeboten ausgiebig das Freispiel genießen können. Zwischen den Projekten machen wir 1-2 Wochen „Pause“, wo wir Situationsorientiert arbeiten.

 

Die Ideen, Interessen und Fantasien den Kindern werden spontan aufgegriffen und wir entwickeln sie mit den Kindern gemeinsam weiter. Die Kinder erlangen somit ein Bewusstsein, eigene Gedanken äußern zu dürfen, erleben Wertschätzung und sich selbst als wichtiges Mitglied der Gemeinschaft.

 

„Er [der Lehrer] muss passiv werden, damit das Kind aktiv werden kann.“

M. Montessori